
Mira sieht mich jeden Morgen an, ohne sich einen Millimeter zu bewegen, nur die Pupillen wandern mit, sobald ich mich hinsetze. Sie ist meine Tierschutzkatze aus Rumänien, und weil nichts anderes geholfen hat, führe ich jetzt ein Katzen-Tagebuch über meine Versuche in Tierkommunikation. Mit 70 Prozent Skepsis im Gepäck.
Vier Jahre alt ist sie, eine Hauskatze, die 1500 Kilometer im Transporter hinter sich hat und seit dem Einzug ein Schattendasein führt. Sie frisst nur, wenn ich schlafe. Das Katzenklo benutzt sie, wenn es stockfinster ist. Jeder Tierarztbesuch endet in einem Drama aus Krallen und Panik. Die Tierärztin findet sie körperlich gesund, nur eben „sehr speziell".
Philippa, meine Freundin aus Studientagen, hat halb im Scherz gesagt: „Probier doch mal Tierkommunikation." Ich habe laut gelacht. Nach einer weiteren Nacht, in der ich Mira nur am Scharren im Klo bemerkt habe, saß ich trotzdem am Rechner und habe gegoogelt. Heute arbeite ich mich durch den Tierkommunikation Basis Kurs. Dieser Text hält fest, wie eine Übungsrunde bei mir abläuft: was ich vorher prüfe, wie ich vorgehe, was ich notiere und wann ich abbreche. Keine Erfolgsgarantie, nur meine Regeln samt Fehlversuchen.
Hinweis: Das hier sind meine ganz persönlichen Erfahrungen, und der Text enthält Affiliate-Links. Wenn du über einen davon einen Kurs buchst, bekomme ich eine Provision, ohne dass es für dich teurer wird. Empfehlen kann ich nur den Kurs, den ich selbst gerade durcharbeite. Ich bin keine Tierärztin und habe keinerlei medizinische Ausbildung – wenn deine Katze krank wirkt, geh bitte zum Profi.
Was der Basiskurs von einer Skeptikerin verlangt
Keine Engelschöre, kein Räucherstäbchen-Vibe: Im Tierkommunikation Basis Kurs klingt Andrea warm und bodenständig. Sie geht davon aus, dass jeder eine intuitive Antenne hat, die im Alltagslärm untergeht. Für mich als Designerin klingt das wie ein Werkzeug, das man erst kalibrieren muss.

Die Übungen sind kurz. Etwa fünf Minuten am Morgen mit der Katze reichen, und genau das Format hält mich bei der Sache: Es passt in einen normalen Arbeitstag, auch im Home-Office. Ohne Vorwissen konnte ich folgen.
Zwei Dinge solltest du vor dem Start wissen. Erfolg über Nacht gibt es nicht. Und wer Esoterik-Sprache schlecht verträgt, ringt mit einigen Begriffen. Einen direkten Draht zu Andrea gibt es außerdem nicht, wenn man festhängt.
Bei den ersten Runden war ich vor allem frustriert. Ich saß da, machte die Übung und dachte: Ich bilde mir das alles ein, das ist Wunschdenken. Wie ich mit diesem Zweifel umgehe, wenn nichts passiert, steht ausführlicher in Zweifel überwinden wenn die Tierkommunikation bei der Katze nicht sofort klappt.
Drei Sachen, die bei Mira nichts bewegt haben
Der Feliway-Diffusor stand nacheinander an drei verschiedenen Stellen in der Wohnung. Mira blieb unter dem Sofa, als hätte ich lediglich einen Raumduft aufgestellt.
Die zweite Sache war das Fenster. Ich wollte Mira erklären, dass ich nur kurz die Scheibe putze, in Gedanken und mit Bildern, so wie es im Kurs beschrieben wird. Sie starrte aus dem Dunkel zurück. Kein Ohrzucken, keine Bewegung. Es fühlte sich an wie ein Meeting, in dem jemand nichts sagt: Schweigen kann Zustimmung heißen oder Ablehnung, und ohne mehr Informationen weiß ich es nicht.
Nummer drei war die Einhandrute aus Selbsthilfe mit der Einhandrute fuer Tiere. Ich kam mir vor wie eine Betrügerin. Nach fünf Minuten habe ich das Ding frustriert zurück in die Schreibtischschublade gepfeffert. Mein innerer Skeptiker wird bei der Rute deutlich lauter als bei der reinen Tierkommunikation. Das war mir eine Nummer zu „drüber".
So läuft eine Runde vor dem Sofa ab
Vorher kommt der Kopf. An manchen Tagen gehe ich eine Runde durch den Clara-Zetkin-Park, an anderen lege ich nur das Handy weg. Ohne diesen Puffer sind meine Notizen später voller Gedankenmüll.
Als Nächstes setze ich mich mit Abstand vor das Sofa und lasse Mira entscheiden, ob sie überhaupt schaut. Wie das Sitzen und Warten dabei funktioniert, beschreibe ich in Was ich beim täglichen Warten vor dem Sofa über Tierkommunikation lerne. Hier nur so viel: Ich erzwinge keinen Blickkontakt. Ich versuche eher, einen sicheren Raum zu schaffen, in dem sie entscheiden darf, wann sie rauskommt.
Danach folgt die eigentliche Übung. Ich sammle mich bei mir selbst und „klopfe" dann ganz vorsichtig an, so nennt es der Kurs. Pro Runde stelle ich nur eine Frage, eine einfache mit Ja-Nein-Charakter, zum Beispiel ob ihr der Schlafplatz gefällt, den ich für sie eingerichtet habe.
Bilder gelingen mir kaum. Was ich stattdessen versuche, ist ein Gefühl zu schicken, „Sicherheit", wie Andrea es im Kurs beschreibt. Für mich ist das kein Bild, eher eine Temperatur.
Zum Schluss heißt es stillhalten. Ich beobachte Ohren, Blick und Körperhaltung und ändere nichts, egal was passiert. Nachhaken würde die Runde nur in ein Verhör verwandeln.

Katzen-Tagebuch führen, ohne sich etwas einzureden
Jeder Eintrag hat zwei Spalten: Beobachtung und Deutung. In die erste kommt nur, was eine Kamera filmen würde, Miras Ohren stehen seitlich, sie hält den Blick, sie bleibt liegen. In die zweite kommt, was ich mir dazu denke. Als Designerin skizziere ich die Ohrenstellung dazu, auf manchen Seiten gibt es mehr Skizzen als Worte.
Philippa liest sich meine Einträge laut vor und zerlegt sie wie ein Projekt-Briefing. Wenn ich in die erste Spalte eine Deutung geschmuggelt habe, findet sie das schneller als ich.
Noa aus dem Kursforum, die mit ihrem Hund übt, fragt bei fast jedem Eintrag nach: Was genau hast du gesehen? Wegen ihrer Nachfragen steht bei mir nicht mehr „Mira wirkte entspannt", sondern was ihr Körper getan hat.
Auch die Tage ohne Reaktion kommen ins Heft. „Keine Reaktion" ist ein vollständiger Eintrag. Würde ich nur die guten Tage notieren, hätte ich ein Märchenbuch statt eines Tagebuchs.
Wann ich die Runde abbreche – und wann ich sitzen bleibe
Abbruch gibt es, sobald Mira sich tiefer unter das Sofa schiebt oder die Ohren flach anlegt. Dann höre ich auf und probiere es am nächsten Tag noch einmal, ohne darüber zu diskutieren.
Sitzen bleibe ich, wenn sie den Blick hält. Vor Kurzem hielt sie ihn länger als einen Sekundenbruchteil, und dann blinzelte sie ganz langsam. ICH GLAUBE MIR GERADE SELBST NICHT, schrieb ich in dem Moment ins Heft. Katzenleute nennen ein langsames Blinzeln ein Entspannungszeichen, und das erklärt die Szene womöglich auch ohne Tierkommunikation. Für die Runde zählt trotzdem nur: nichts Neues probieren, weiter sitzen, aufschreiben.
Ein einzelnes Zeichen bewerte ich nie am selben Tag. Erst wenn etwas an mehreren Tagen wiederkehrt, bekommt es in meinem Heft ein Sternchen.
Über eine Socke kam ein weiteres kleines Zeichen. Sie lag nach dem Hinsetzen neben dem Sofa, Mira schob die Nase aus dem Dunkel, roch kurz daran, so sachlich wie jemand, der ein Etikett liest, und war wieder verschwunden. Ob das etwas mit meinen Übungen zu tun hat, weiß ich nicht.
Mira frisst jetzt manchmal, wenn ich noch im Raum bin, am anderen Ende, versteht sich. Für eine ehemalige Straßenkatze aus dem Tierschutz ist das viel. Ob es an der Tierkommunikation liegt, an Gewöhnung oder an beidem, kann ich nicht auseinanderhalten.

Damit bin ich keine Tierkommunikatorin. Wenn meine Kollegen in der Agentur wüssten, was ich morgens vor dem Sofa treibe, sähe ich die Schlagzeile schon vor mir: „Grafikdesignerin dreht durch".
Lohnt sich der Basiskurs bei großer Skepsis?
Der Tierkommunikation Basis Kurs hat mir vor allem eine Struktur für meine Geduld gegeben. Ohne die kleinen täglichen Übungen hätte ich Mira vermutlich längst als „unzugänglich" abgestempelt.
Meine Faustregel: Er passt, wenn du bei null anfängst, morgens fünf Minuten frei hast und mit deiner Skepsis leben kannst, statt sie loswerden zu wollen. Er passt eher nicht, wenn du schnelle Ergebnisse erwartest, spirituelle Begriffe kaum aushältst oder Betreuung brauchst, sobald du feststeckst.
Zum Tierkommunikation Aufbaukurs kann ich wenig sagen, ich habe ihn nicht gemacht. Sinnvoll wirkt er für mich erst, wenn der Basis-Teil richtig sitzt. Wer den nur halb durchgearbeitet hat, sollte nicht weiterspringen.
Gerade liegt Mira mit dem Rücken zu mir, das Kinn auf den Vorderpfoten. Ob ich sie verstehe, weiß ich nicht. Ich sitze morgen trotzdem wieder da.
Wenn du eine Tierschutzkatze hast, die sich versteckt, und eine Skepsis, die kaum kleiner wird, schau dir den Basiskurs an und prüf, ob die kurzen Übungen in deinen Morgen passen. Der Button unten führt dich direkt dorthin.
Tierkommunikation Basis Kurs
Vorteile: Der Kurs ist perfekt für blutige Anfänger ohne Vorwissen, die kurzen Übungen passen in den Home-Office-Alltag, und Andrea ist als Kursleiterin angenehm bodenständig statt „abgehoben".
Nachteile: Er erfordert viel Geduld – Erfolg über Nacht gibt es nicht –, und manche Begriffe sind für Hardcore-Logiker am Anfang gewöhnungsbedürftig.